Dispokredit: so funktioniert der Dispo und wann er teuer wird
Der Dispo ist ein Kreditrahmen auf deinem Girokonto. Du kannst ihn ohne Antrag nutzen, und genau das macht ihn bequem. Gedacht ist er für kurze Engpässe. Wer monatelang im Minus bleibt, zahlt meist mehr, als nötig wäre.
Themen in diesem Bereich
- Dispo-Alternative: welche Option zu deiner Lücke passt Alternativen zum Dispo im Vergleich: Rahmenkredit, Ratenkredit, Kreditkarte und Gehaltsvorschuss. Mit Fragen zu Dauer und Höhe deiner Lücke.
- Dispo oder Kredit: was passt zu deiner Situation? Dispo oder Kredit hängt von Dauer und Betrag ab. Die Matrix zeigt, wann der Dispo passt, wann ein Ratenkredit und was bei Minikrediten gilt.
- Dispo ablösen: so gehst du Schritt für Schritt vor Dispo ablösen in Schritten: Kassensturz, Beratungsangebot deiner Bank, Ratenkredit als Option und was du tun solltest, damit das Minus nicht zurückkommt.
- Dispo-Rechner: was dich das Minus kostet Dispo-Rechner mit deinem Dispozins: Kosten für Betrag und Dauer berechnen, das Ergebnis richtig lesen und den Dispo mit einem Ratenkredit vergleichen.
- Rahmenkredit: flexibel abrufen, planbar zurückzahlen Rahmenkredit einfach erklärt: Abruf, variabler Sollzins und Mindestrückzahlung. Unterschiede zu Dispo und Ratenkredit und für wen er passt.
- Dispo gekündigt: was jetzt zu tun ist Dispo gekündigt oder gekürzt? Welche Rechte und Fristen gelten, was du jetzt tust, wie das Gespräch mit der Bank läuft und welche Wege danach offenstehen.
- Geduldete Überziehung: der Unterschied zum Dispo Geduldete Überziehung erklärt: wann dein Konto ohne Dispo ins Minus gerät, was § 505 BGB regelt, welche Pflichten die Bank hat und was du tun kannst.
Was ist ein Dispokredit?
Der Dispokredit, meist kurz Dispo genannt, erlaubt dir, dein Girokonto ins Minus zu führen. Die Obergrenze heißt Dispolimit. Bleibst du innerhalb dieses Limits, ist das Minus Teil deines Vertrags, und du musst dafür nichts gesondert beantragen. Die Verbraucherzentrale Hamburg beschreibt den Dispo als „betraglich begrenzte Überziehungsmöglichkeit“.
Das Gesetz behandelt eine eingeräumte Kontoüberziehung als Verbraucherdarlehen. Daraus folgen Pflichten für die Bank.
Die Zinsen fallen nur auf den Betrag an, um den du im Minus bist, und nur für die Zeit, in der das Minus besteht. Wie hoch der Zins ausfällt, legt deine Bank fest, und er unterscheidet sich von Bank zu Bank.
Der Dispo ist kein Ratenkredit. Er hat keinen festen Endtermin und keine feste Tilgung. Du zahlst das Minus zurück, wann du kannst, aber die Zinsen laufen so lange weiter, wie das Konto im Minus steht. Diese Flexibilität macht es leicht, das Minus liegen zu lassen.
Gedacht ist der Dispo für kurze Engpässe, etwa wenn zwischen zwei Gehaltseingängen eine unerwartete Reparatur fällig wird. Bei einer Nutzung über Monate laufen die Zinsen über ebenso viele Monate. Wie du ein bestehendes Minus ablöst, steht im Ratgeber Dispo ablösen.
Wie kommst du zu einem Dispo?
Das Limit ist eine Zusage der Bank. Vorher prüft sie deine Bonität und entscheidet, ob und in welcher Höhe sie einen Dispo einräumt. Das Limit legst du also nicht selbst fest.
Es gibt zwei typische Wege ins Minus, die rechtlich verschieden sind.
Bleibst du im Limit, ist die Überziehung Teil des Vertrags. Gehst du darüber hinaus oder gibt es kein Limit, spricht man von geduldeter Überziehung (siehe unten). Ob die Bank ein Minus ohne Vereinbarung duldet, entscheidet sie selbst.
Viele geraten unbemerkt ins Minus, weil Abbuchungen früher kommen als das Gehalt. Kontostände in Banking-Apps zeigen oft nur den momentanen Stand, nicht die Zahlungen, die später folgen.
Dispo, Rahmenkredit oder Ratenkredit: welche Option passt?
Bei einem Engpass gibt es meist mehrere Wege. Konkrete Kosten nennen wir hier nicht, weil sie von Vertrag und Bank abhängen.
Dispo, Rahmenkredit, Ratenkredit und Kreditkarte im Überblick
| Option | So funktioniert sie | Laufzeit | Passt, wenn |
|---|---|---|---|
| Dispokredit | Überziehung des Girokontos bis zum Limit. Zinsen fallen auf das Minus an. | Kein fester Endtermin | Ein kurzer Engpass, den du zügig ausgleichst |
| Rahmenkredit | Du rufst Geld aus einem Kreditrahmen ab und zahlst eine kleine Mindestrate zurück. | Kein fester Endtermin | Du brauchst Flexibilität und willst das Geld zügig zurückzahlen |
| Ratenkredit | Ein einmaliger Betrag, der in festen Raten zurückgezahlt wird. | Fester Endtermin | Du willst ein bestehendes Minus mit einem festen Plan ablösen |
| Kreditkarte | Ausgaben werden monatlich abgerechnet. Ein offener Saldo kann weiterlaufen. | Je nach Vertrag | Du zahlst jeden Monat den vollen Betrag aus |
Spricht dafür
- Du zahlst zurück, wann du kannst
- Zinsen fallen nur auf das tatsächliche Minus an
- Kein neuer Antrag bei jeder Nutzung
Spricht dagegen
- Die Zinsen laufen, solange das Minus besteht
- Limit und Kündigung liegen bei der Bank
- Die Zinsen unterscheiden sich stark zwischen den Banken
Ein Rahmenkredit gilt laut Stiftung Warentest (Finanztest 4/2024) als ähnlich flexibel wie ein Dispo und hat meist niedrigere Sollzinsen. Auch dort fallen Zinsen laut Stiftung Warentest nur auf den abgerufenen Betrag an. Die Verbraucherzentrale beschreibt im Zusammenhang mit Nullprozentfinanzierungen (2025) den Zins eines Rahmenkredits dagegen als häufig höher als beim Dispokredit. Vergleiche deshalb die Sollzinsen für denselben Betrag.
Der Test warnt davor, ihn als Dauerlösung zu nutzen, vor allem wenn er parallel zum Dispo läuft. Wie der Rahmen funktioniert, erklärt der Ratgeber Rahmenkredit. Welche Alternative zu welcher Lücke passt, vergleicht der Ratgeber Alternativen zum Dispo.
Ein Ratenkredit passt, wenn du ein bestehendes Minus mit einem festen Endtermin ablösen willst. Ob in deiner Lage eher der Dispo oder ein Kredit passt, entscheidet der Ratgeber Dispo oder Kredit nach Dauer und Betrag. Die Stiftung Warentest empfiehlt für größere Anschaffungen eher einen Ratenkredit mit festen Monatsraten.
Bleibt der Saldo bei einer Kreditkarte offen, zahlst du wie bei einem Kredit. Die Verbraucherzentrale warnt allgemein vor Revolving-Kreditkarten, weil sie das Risiko erhöhen, auf Pump zu kaufen und sich zu überschulden. Mehr zum Thema findest du im Bereich Kreditkarte.
Ob eine dieser Optionen zu deiner Lage passt, zeigt der Budget-Check. Er rechnet deine Haushaltsrechnung mit Puffer nach und zeigt, ob der Rest nach allen Ausgaben reicht.
Wann ist ein Dispo sinnvoll?
Ein Dispo passt zu einer kurzen Lücke, die du in den nächsten Wochen mit Sicherheit wieder schließt. Typisch sind eine Nachzahlung, die später kommt, oder eine Ausgabe, die vor dem Gehalt fällig ist. Wichtig ist, dass du von Anfang an einen Rückzahlungstermin im Kopf hast und das Minus nicht erst suchst, wenn es schon wächst.
Weniger geeignet ist der Dispo für laufende Kosten. Wenn Miete oder Lebensmittel regelmäßig über das Konto ins Minus rutschen, wird aus dem Engpass eine Finanzierung, die jeden Monat teurer werden kann. Hier hilft eher ein Blick auf das Budget und die Frage, ob eine Ablösung mit festem Endtermin sinnvoll ist.
Wie findest du den Dispozins deiner Bank?
Den Dispozins findest du auf der Internetseite deiner Bank, denn Banken müssen ihn dort veröffentlichen. Das bestätigt die Verbraucherzentrale Hamburg. Such dort nach Begriffen wie Dispo, Überziehung oder Dispozins.
Wenn du schon im Minus bist, hilft der Kontoauszug. Dort siehst du den Kontostand und die Zinsen, die für das Minus abgerechnet wurden. Such nach Buchungen mit dem Wort Zinsen. Findest du die Angabe online nicht, frag die Bank direkt nach dem Zins für dein Konto und lass dir die Antwort schriftlich geben.
Der Zins ist nicht überall gleich. Die Verbraucherzentrale Hamburg spricht von uneinheitlichen Dispozinsen und teils großen Preisunterschieden. Wenn du dein Girokonto ohnehin wechseln willst, schau dir den Dispozins vorher an. Was dich dein Minus mit diesem Zins kostet, rechnet der Dispo-Rechner aus.
Der Zinssatz allein sagt aber wenig. Entscheidend ist, wie lange das Minus besteht, denn die Zinsen laufen über genau diese Zeit. Ein niedriger Zins hilft wenig, wenn das Minus monatelang bleibt.
Wenn du eine Alternative zum Dispo prüfen willst, vergleiche Angebote mit den Konditionen, die du tatsächlich brauchst. Wie du Kreditangebote vergleichst, zeigt der Ratgeber Kredit vergleichen. Wie Kredaro Angebote kennzeichnet, steht auf der Seite So finanziert sich Kredaro.
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Was ist der Unterschied zur geduldeten Überziehung?
Bei der eingeräumten Überziehung hat die Bank dir ein Limit zugesagt, und du bleibst darin. Bei der geduldeten Überziehung geht das Minus über das vereinbarte Limit hinaus, oder es gibt gar keine Vereinbarung. Die Bank lässt das Minus trotzdem zu, ohne es ausdrücklich zugesagt zu haben. Was das für Kosten, Informationspflichten und Kündigung bedeutet, erklärt der Ratgeber Geduldete Überziehung.
Die Regeln für geduldete Überziehungen stehen in § 505 BGB. Sie gelten, wenn die Bank für die Duldung einer Überziehung ein Entgelt vereinbart hat, sei es bei einem Konto ohne Dispo oder für ein Minus über das vereinbarte Limit hinaus (§ 505 Abs. 1 BGB). Dann muss sie dich bei einer erheblichen Überziehung von mehr als einem Monat unverzüglich auf einem dauerhaften Datenträger unterrichten.
Die Beratungspflicht bei geduldeter Überziehung und ihre Schwellen erklärt die Seite Geduldete Überziehung. Verstößt die Bank gegen die Pflichten aus § 505 Abs. 1 oder 2 BGB, darf sie über die Rückzahlung hinaus keine Kosten und Zinsen verlangen (§ 505 Abs. 3 BGB).
Welche Pflichten hat deine Bank beim Dispo?
Die Bank muss dich beim Dispo über die Vertragsangaben informieren (§ 504 BGB). Nutzt du den Rahmen ununterbrochen über sechs Monate und im Durchschnitt mit mehr als drei Vierteln des vereinbarten Höchstbetrags, muss sie dir ein Beratungsgespräch anbieten (§ 504a BGB).
Ab dem 20. November 2026 muss die Bank dich mindestens einmal im Monat über den Dispo informieren (§ 504 Abs. 1 BGB). Das gilt dann auch für bestehende Girokonten (Art. 229 § 71 Abs. 2 EGBGB).
Die Beratung betrifft günstigere Alternativen zur Überziehung und die möglichen Folgen einer weiteren Überziehung. Das Gespräch muss persönlich stattfinden, darf aber auch über Fernkommunikation laufen. Ort und Zeit muss die Bank dokumentieren. Die Bank verweist dich dabei gegebenenfalls auf Beratungsstellen, etwa auf Schuldnerberatungsdienste.
Du kannst das Angebot ablehnen. Dann muss die Bank es wiederholen, sobald die Voraussetzungen erneut erfüllt sind, außer du hast ausdrücklich erklärt, dass du keine solchen Angebote mehr möchtest.
Was du deine Bank fragen kannst
Fragen an deine Bank
- Wie hoch ist der Zins für das Minus bei meinem Konto, und wo steht er schriftlich?
- Wie hoch ist mein Dispolimit, und wer kann es ändern?
- Welche Frist gilt, wenn die Bank den Dispo kündigt?
- Wann bekomme ich eine Mitteilung, wenn meine Überziehung erheblich wird?
- Wie werden die Zinsen abgerechnet, und wann erscheinen sie auf dem Kontoauszug?
Die Antworten solltest du schriftlich haben. Sie sind die Grundlage, wenn du den Dispo mit einem Ratenkredit oder einem Rahmenkredit vergleichst.
Wann wird der Dispo zur Falle?
Der Dispo wird zur Falle, wenn das Minus nicht mehr kurzfristig ausgeglichen wird. Dann laufen die Zinsen Monat für Monat, und das Minus wächst oft weiter. Die Stiftung Warentest nennt den Dispo eine teure Form des Kredits, die man nur im Notfall nutzen sollte.
Ein Dispo ohne festen Endtermin endet nicht von allein. Das Minus verschwindet nur, wenn du es ausgleichst oder die Bank das Limit streicht.
Warnzeichen für eine Dauer-Dispo
- Das Konto ist seit Monaten im Minus, auch direkt nach dem Gehaltseingang.
- Der Gehaltseingang reicht nicht aus, um das Minus auszugleichen.
- Der Dispo finanziert laufende Ausgaben wie Miete oder Lebensmittel.
- Auf deinen Kontoauszügen tauchen jeden Monat Zinsbuchungen auf.
- Du weißt nicht, welcher Zins für dein Minus gilt.
- Du hast zusätzlich einen Rahmenkredit oder eine Kreditkarte mit offenem Saldo.
- Rechnungen zahlst du nur verspätet.
Eine Person hat seit einem halben Jahr ein Minus auf dem Girokonto. Nach dem Gehaltseingang wird es kleiner, bis zum nächsten Monatsende wächst es wieder. Den Zins hat die Person nie nachgesehen. Erst beim Durchsehen der Kontoauszüge fällt auf, dass jeden Monat Zinsen abgerechnet wurden. Das Beispiel ist frei erfunden.
Typische Fehler im Umgang mit dem Dispo
Zwei Fehler sind typisch:
- Nur auf den Kontostand schauen. Ein positiver Stand zu Monatsbeginn sagt wenig, wenn in den nächsten Tagen Abbuchungen fällig werden. Wer das Konto nur bei Bedarf prüft, bemerkt das Minus oft erst, wenn die Zinsen schon laufen.
- Den Dispo als Sicherheitsnetz sehen, das man immer ausschöpfen darf. Das Limit gibt nur an, wie weit das Konto höchstens ins Minus darf. Ist es ausgeschöpft, fehlt der Puffer, wenn eine Reparatur oder eine Nachzahlung dazwischenkommt.
Kann die Bank den Dispo kündigen, und wie änderst du das Limit?
Die Bank kann das Girokonto kündigen, und sie kann den Dispo kürzen oder streichen. Welche Frist gilt, hängt davon ab, was gekündigt wird.
Kündigt die Bank dein Girokonto, nennt die Verbraucherzentrale eine angemessene Frist von mindestens zwei Monaten. Dem Kunden soll Zeit bleiben, das Minus abzutragen und ein neues Konto zu eröffnen. Eine fristlose Kündigung setzt einen wichtigen Grund voraus.
Ab dem 20. November 2026 muss die Bank dich mindestens 30 Tage vorher informieren, bevor eine Kündigung oder Kürzung des Dispos wirksam wird (§ 504 Abs. 2 BGB). Ein vereinbartes Kündigungsrecht darf dann keine Frist unter zwei Monaten vorsehen (§ 499 Abs. 1 BGB). Hast du den Rahmen genutzt, muss die Bank dir dann vor einer Zwangsvollstreckung anbieten, den Betrag ohne Zusatzkosten zum Dispo-Sollzins in zwölf gleichen Monatsraten zurückzuzahlen, es sei denn, du entscheidest dich für eine frühere Rückzahlung. Das alles gilt auch für bestehende Girokonten.
Was du nach einer Kündigung konkret tun kannst, zeigt der Ratgeber Dispo gekündigt. Welche Frist in deinem Vertrag gilt, steht in den Vertragsbedingungen. Lass sie dir bei Bedarf schriftlich nennen. Als wichtiger Grund gilt laut Verbraucherzentrale zum Beispiel eine falsche Angabe zur Vermögenslage. Eine einmalige Kontopfändung oder eine unerlaubte Überziehung reicht dafür nicht, frag bei einer Kündigung deshalb nach der Begründung.
Das Limit kannst du nur begrenzt selbst steuern. Eine Erhöhung entscheidet die Bank. Ein niedrigeres Limit kannst du bei der Bank anfragen, etwa wenn du das Minus nicht weiter ausreizen willst. Ein gesenktes Limit begrenzt nur weitere Überziehungen, das bestehende Minus wird dadurch nicht kleiner.
Dein eigenes Girokonto kannst du laut Verbraucherzentrale in der Regel jederzeit ohne Frist kündigen. Eine vereinbarte Kündigungsfrist für dich von mehr als einem Monat ist unzulässig. Das bestehende Minus musst du danach trotzdem ausgleichen.
Was tun, wenn die Bank den Dispo kündigt?
Notiere zuerst das Datum der Kündigung und die genannte Frist. Rechne nach, wie hoch das Minus zum Ende der Frist voraussichtlich sein wird und welche Zahlungen bis zu diesem Termin abgebucht werden. Lass dir die Frist schriftlich bestätigen, und frag bei Unklarheiten nach der Begründung. Bevor du einen neuen Vertrag unterschreibst, hol dir Beratung.
Wie kommst du aus dem Minus wieder heraus?
Aus dem Dispo kommst du, wenn du das Minus ausgleichst und die Ursache abstellst. Reicht das Geld für die Rückzahlung nicht, kann ein Kredit mit festem Endtermin das Minus ablösen. Das lohnt sich aber nur, wenn die Gesamtkosten sinken. Maßgeblich ist immer dein Vertrag.
Den Weg aus dem Minus beschreibt der Ratgeber Dispo ablösen Schritt für Schritt. Für die allgemeine Rechnung bei einer Ablösung durch einen Kredit lohnt der Blick in den Ratgeber zur Umschuldung. Wichtig ist der Vergleich der Gesamtkosten.
Begriffe wie Restschuld, Laufzeit oder Zins erklärt der Bereich Kreditwissen. Mehr zur Haushaltsplanung findest du unter Geld und Budget.
Häufige Fragen
Ist ein Dispo rechtlich ein Kredit?
Ja. Eine eingeräumte Überziehung fällt unter das Verbraucherdarlehensrecht. § 504 BGB enthält dafür besondere Regeln, etwa zu den Informationspflichten der Bank.
Muss ich beim Ablösen eines Dispos eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen?
Für die eingeräumte Überziehung schließt § 504 BGB einen Anspruch auf Vorfälligkeitsentschädigung nach § 502 BGB aus. Das gilt für diese Form des Dispos. Bei Unklarheiten fragst du die Bank nach den Vertragsbedingungen, bevor du etwas unterschreibst.
Wohin wende ich mich, wenn das Minus nicht mehr zu schaffen ist?
Eine anerkannte Schuldnerberatungsstelle ist der richtige erste Ansprechpunkt. Dort bekommst du einen Überblick über alle Schulden, bevor du einen neuen Vertrag abschließt. Frag vorher nach den Kosten.
Was bedeutet Sollzins?
Sollzins ist der Zins, den die Bank verlangt, wenn du ein Konto ins Minus führst oder einen Kredit in Anspruch nimmst. Beim Dispo spricht man meist vom Dispozins. Die genaue Höhe steht bei deiner Bank und gilt für dein Konto.
Quellen
- Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2023/2225 über Verbraucherkreditverträge (BGBl. 2026 I Nr. 139)
- § 504 BGB
- § 504a BGB
- § 505 BGB
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- Girokonto: Was Sie darüber wissen sollten
- Rahmenkredite im Vergleich: Raus aus dem teuren Dispo
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